Seminar & Vortrag

Der Traumaschatten: Assoziative Annäherungen an transgenerationale Prägungen

Viele Menschen machen die Erfahrung, dass ihr Leben von starken Kräften und Empfindungen geprägt wird, die sie scheinbar nicht aus eigenen Erfahrungen ableiten können. Inzwischen hat die transgenerationale Forschung gezeigt, wie Kriegserlebnisse der Eltern und anderer Familienangehöriger sowie traumatische Erfahrungen Generationsgrenzen überspringen und im Leben der Nachkommen weiterwirken. Im Gespräch und mit künstlerischen Mitteln nähern wir uns assoziativ den familienbiographischen Ursachen und dem elterlichen Kriegs- und Vertriebenenerbe an und begeben uns auf eine innere Spurensuche nach den Wurzeln der Prägekräfte unseres Lebens.  

Methoden: Gespräch, Fachvortrag, reflexive künstlerische Elemente wie Landart, Schreibphase (möglich), Kontemplation
Zielgruppe: Menschen, die nach den verborgenen Prägekräften ihres Lebens und nach Wegen suchen, das transgenerationale Erbe der Eltern zu verstehen.

Trauer- und Gedenkorte. Wege zu einer menschlichen Kultur von Abschied und Neubeginn nach Kriegen und bewaffneten Konflikten

Jede Trauer braucht einen ihr angemessenen Raum. Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, um mit der spezifischen Trauer infolge eines kriegerischen Konflikts umgehen zu können? Welche Gedenkformen, Rituale und Trauerorte sind geeignet, dem Verlust der eigenen Gesundheit als Soldat und als ziviles Opfer oder dem Verlust von Angehörigen Ausdruck zu verleihen? Welche Bewältigungsstrategien gibt es, welche Ausdrucksformen und Gedenkorte sind seit den neunziger Jahren in Deutschland entstanden? Was leisten sie? Wie offen präsentiert sich der gesellschaftliche Diskurs?

Die langen Schatten der Vergangenheit – Wie das Kriegsschicksal der Eltern das Leben ihrer Kinder heute prägt

Dieser Vortrag reflektiert den aktuellen Forschungsstand und die gesellschaftliche Debatte um die transgenerationale Weitergabe kriegs- und vertreibungsbedingter Traumatisierungen und fragt nach den individuellen Auswirkungen dieses Erbes auf die Nachkriegsgenerationen. Heilung, so die These, ist auf der Grundlage eines gemeinsamen europäischen Geschichtsverständnisses möglich, das auch eine grenzüberschreitende Trauerkultur beinhalten sollte.

für Institutionen, Einrichtungen und Verbände

Prozessmanagement und Projektberatung zu dem Themen Kriegstrauer, Gedenkorte,
Traumatisierungen auf die Folgegeneration

Informationsveranstaltungen, Seminare und Fachvorträge für Führungskräfte und Mitarbeiter in Heil- und Pflegeberufen

Themen u.a.

- Traumaschatten: der unsichtbare Krieg in der Seele
- Symptome intergenerationaler Übertragung kriegsbedingter Traumatisierungen auf die Folgegeneration

Im Bereich der Medizin, aber auch in Pflegeeinrichtungen und Hospizen wird allmählich auch die Generation der Kriegsenkel – Menschen im Alter von etwa 40 bis 60 Jahren - präsenter. Es geht darum, die spezifische Symptomatik dieser besonderen Zielgruppe - analog der besonderen Symptomatiken der der Kriegskindergeneration, die inzwischen das hohe Lebensalter erreicht hat – sowie deren Lebenssituation wahrzunehmen, um diese adäquat in den Behandlungs- bzw. Pflegeprozess einbeziehen zu können.

Kalender

18.02.2016, 19.30 Uhr
Lesung Nebelkinder, Buchhandlung Henze, Wolgast
 
12.03.2016, 16-19:00 Uhr
00 traumA: das Happening mit Vortrag, 20.00 traumA: das Theaterstück.
Alte Feuerwache Köln, Melchiorstraße 3